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Mit Kompression auf dem Jakobsweg

 Trotz schwerer Beine, trotz Druckschmerz, trotz intoleranter Sprüche – mit Kompression ist alles machbar!


Denise R. stellt das definitiv unter Beweis. Zusammen mit ihrer Bonustochter macht sie sich auf den Weg nach Portugal, um eine Reise anzutreten, die selbst für Menschen ohne Hilfsmittel eine echte Herausforderung darstellt.

Wie sie die 240 km auf dem Jakobsweg mit Lipödem und in Kompression gemeistert hat, erzählt sie uns in Ihrem Reisetagebuch.

Beginnen wir mit Tag 1:

Foto von Denise und ihrer Bonustochter vor der Reise

Leben, Laufen, Lachen mit Lipödem

 

14. September 2023 Düsseldorf – Porto

Ich stehe am Flughafen in Düsseldorf gemeinsam mit meiner Bonustochter und wische mir eine Träne aus dem Augenwinkel. Grade biegt mein Mann mit dem Auto um die Ecke und winkt uns nochmal zu. Zwölf Tage werde ich ihn nicht sehen. Und stattdessen 240 km durch Portugal und Spanien wandern. Wer ist denn eigentlich auf diese bescheuerte Idee gekommen?
Zu Fuß mit Rucksack auf dem Rücken pilgern und das auch noch mit Lipödem und der dazugehörigen Kompressionsstrumpfhose. Wie soll das alles funktionieren? Schaffe ich überhaupt so viele Kilometer zu Fuß? Werden wir immer eine passende Herberge finden? Gibt’s da auch gelegentlich eine Waschmaschine für meine Kompression?
Fragen über Fragen schießen mir durch den Kopf. Inzwischen stehen wir am Check-In Schalter und die ersten neugierigen Blicke treffen uns. Wir sehen eindeutig nach Outdoor-Abenteuer aus, mit unseren Funktionsklamotten und den großen Wanderrucksäcken. Diese wandern jetzt aufs Gepäckband und wir begeben uns Richtung Sicherheitskontrolle. Die ist heute gar nicht so umständlich wie sonst.
Wir reisen mit leichtem Gepäck und haben außer einer kleinen Bauchtasche nichts dabei. Dementsprechend schnell lassen wir das Gepiepe und Abtasten hinter uns und suchen nach einer Stärkung vor unserem Abflug.

Zwischen Praxisausflug einer rheinländischen Zahnarztpraxis und Junggesellenabschied in Mallorca-Laune kämpfen wir uns in den Wartebereich vor. Was ein Trubel! Ein bisschen freue ich mich ja auf die Auszeit.

 

12 Tage nur Zeit für mich.

Tempo rausnehmen aus dem anstrengenden Alltag und neue Energie tanken. Das ist das, was ich mir erhoffe von unserer Pilgerreise. Ob das wohl Realität wird?
Rieke und ich nutzen die Gelegenheit, uns vor dem Abflug über unsere Erwartungen auszutauschen. Und wir beschließen kurzerhand: Uns passiert ab jetzt nur Gutes!
Der Flieger startet pünktlich und wir landen sicher in Porto.
Das Gepäck ist schnell ausgeladen und so wandern wir suchend nach der Metro durch das Flughafen-Gebäude. Hier treffen wir bereits auf die ersten Pilger und merken schnell: So ungewöhnlich sehen wir gar nicht aus.
Als Pilger erkennt man sich, denn die meisten tragen einen großen Rucksack, Funktionskleidung und viele auch eine Jakobsmuschel als Erkennungszeichen.

Das ist unser aller Ziel: das Jakobusgrab in Santiago de Compostela.

Die Metro ist schnell gefunden und wir fahren mit einer modernen Bahn mitten in die Stadt von Porto. Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten finden wir unser Hostel im Herzen Portos.


Auf dem Weg dorthin laufen wir staunend durch die Stadt. Es ist voll, laut, bunt und die Stadt scheint regelrecht zu pulsieren. Uns gefällt es auf Anhieb. Die Mischung aus alt und neu, klein und groß, laut und leise ist einfach perfekt unperfekt!

Porto bei Nacht

Das Hostel passt perfekt in dieses Bild. Es ist in einem alten Haus untergebracht und wir laufen über breite Steintreppen und knarzende Holzfußböden. Unser Zimmer ist gemütlich eingerichtet und wir fühlen uns auf Anhieb wohl.

Im Hostel bekommen wir den Tipp für ein kleines, familiäres Restaurant. Auf der Suche danach laufen wir daran vorbei, so unscheinbar ist es.
Nach erstem zögern und entschließen uns dann doch auf den Tipp zu vertrauen. Wir durchqueren das Restaurant und landen auf einer wunderschönen Dachterrasse und haben einen atemberaubenden Blick über das im Dunkeln leuchtende Porto. Dadurch fühlen wir uns sofort bestätigt – uns passiert ja ab jetzt nur Gutes!

Wählen können wir aus einem Fleischgericht und Fisch. Eine Speisekarte gibt es nicht. Ich habe beschlossen auf dem Jakobsweg pescetarisch zu leben und entscheide mich für den Fisch. Eine gute Wahl! Wir stoßen auf unseren Jakobsweg an und genießen den ersten Abend. Ich spüre ein aufgeregtes Kribbeln. Was wird uns wohl morgen erwarten?


Nach dem Essen gehen wir zurück ins Hostel und fallen müde und glücklich in unsere Betten. Der Start in unser Abenteuer war schonmal sehr vielversprechend!

Vielen Dank liebe Denise für den ersten Einblick in deine Reise! Wir sind schon sehr gespannt auf Tag 2.

Wenn auch du eine Geschichte mit deiner Kompression hast, dann sende sie uns gerne zu: kontakt@mykompriguide.de

Wir freuen uns auf deinen Kommentar

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