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Zucker und Lipödem

Mein Name ist Maria Lidl.

Bei der Ausbildung zur ländlichen Hauswirtschafterin habe ich meine Leidenschaft zu Ernährung entdeckt. Darum habe ich mich auf den Weg gemacht, dies auszubauen. 2012 habe ich mein Bachelor Studium im Bereich Ernährungsberatung und Sport erfolgreich abgeschlossen. Direkt ein Jahr danach, 2013, habe ich mich auf die spannende Reise der Selbstständigkeit gewagt und freue mich bis heute, diesen Traum leben zu dürfen.
Im Januar 2023 habe ich zudem meinen Master im Bereich Prävention mit Schwerpunkt Stressmanagement erfolgreich abgeschlossen.

Bild von Maria Lidl

 

myKompriGUIDE und Maria Lidl

In den Beratungen habe ich immer wieder Frauen mit Lip- und Lymphödem kennenlernen dürfen. Hier habe ich bereits versucht, diese Kundinnen untereinander zu vernetzen. Alle Patientinnen sollen professionellen, einfachen Zugang zu hilfreichen, leidensdruckreduzierenden Infos erhalten können.

Ich freue mich, jetzt auch bei myKompriGUIDE Betroffenen mit meinem Rat zur Seite stehen zu dürfen.

Der böse, böse Zucker …

Macht man sich auf die Suche nach Ernährungsempfehlungen für das Krankheitsbild Lip- und Lymphödem, trifft man sehr schnell auf den Hinweis, Zucker zu vermeiden.

Diese Empfehlung ist nicht besonders attraktiv. Kohlenhydrate und der süße Geschmack werden von uns schon seit jeher als angenehm und schmackhaft empfunden. Es war für den frühzeitlichen Menschen ein Zeichen, dass das Lebensmittel unbedenklich, also nicht giftig ist. Zudem ist auch die Muttermilch süß und wir kennen den Geschmack daher von klein auf.

Die strenge Empfehlung, diese beliebten süßen Lebensmittel ganz zu vermeiden, ist oft nur schwer umsetzbar und von kurzer Dauer. Werden die selbst auferlegten Regel durchbrochen, werden nicht selten Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen auslöst. Denn wir wissen ja sehr wohl, dass Zucker für unseren Körper nicht gut ist.

Selbstverständlich soll dennoch die Erkenntnis aus der Wissenschaft – dass Zucker bei Lip- und Lymphödem vermieden werden soll, beachtet werden. Beim Konsum von Zucker kommt es auf stark auf das „Wie“ an.
Oft beginnt das Problem schon bei der Formulierung des Ernährungsvorhabens im Kopf. Denn genau das hat Auswirkungen auf den Umsetzungserfolg. Um nachvollziehbar zu zeigen, was damit gemeint ist, lade ich Dich auf ein kleines Selbstexperiment ein:

Tafel Schokolade

Denke jetzt bitte nicht an eine Tafel Schokolade!


Na?
Hat es geklappt?
Woran hast Du gedacht?
Vermutlich an eine Tafel Schokolade

    Unser Gehirn kann Worte wie „kein“ und „nicht“ nicht verarbeiten. Für die Praxis bedeutet das nun, dass Produkte, auf die man verzichten will, erst recht interessant werden.

    Schokolade war noch nie so beliebt wie zu dem Moment, in dem man sie sich verbietet. Trainiere daher die konkrete Formulierung einer gesunden Handlungsempfehlung, statt mit strengen Verboten zu arbeiten.
    Empfehle ich einem Klienten, keine Schokolade zu essen und bekomme im Nachgang die Rückmeldung, dass die Gummibärchen gut waren, müsste ich streng genommen zugeben, dass die Person meine Empfehlung umgesetzt hat.

    Qualitativ hochwertiger ist also eine Empfehlung oder ein Vorhaben, das konkret aussagt, was genau getan werden soll. Kein Ausschlussverfahren das einem weiter Rätsel für die Umsetzung offen lässt, wie zum Beispiel:

    Wählen Sie statt Schokolade bitte naturbelassene Nüsse“.

    Diese Empfehlung ist klar, verständlich und man weiß was zu tun ist. Dies gilt auch für Optimierungen hinsichtlich der Menge. Das Ziel, mehr Gemüse zu essen ist wenig verbindlich und nicht messbar. Reicht es bei diesem Vorhaben, dann die Gemüsedekoration beim Schnitzel zukünftig auch mit zu verzehren? Formuliere Dein Vorhaben klar, nur so kannst Du selbst prüfen, ob es gelungen ist. Du kannst Dich auf diesem Weg selbst stolz machen und weißt im Alltag, was zu tun ist.

    Greife zu einer großen imaginären Lupe. Beobachte Dich, um herauszufinden, womit es Dir wie geht. Vermeide einen strengen, vorwurfsvollen Umgangston mit Dir selbst im inneren Dialog. Dies begünstigt Frust, der wiederum ungesundes Essen auslösen kann.
    Lerne Dich im Umgang mit Süßem und Genuss sowie schlechtem Gewissen wohlwollend kennen.

    Stelle dir also selber Fragen wie:

    • Wurde an dem Tag wenig Flüssigkeit getrunken?
    • Habe ich in der letzten Mahlzeit Eiweiß und Ballaststoffe konsumiert?
    • Stehe ich gerade unter Stress?
    • Fühle ich Frust?
    • Habe ich zu lange nichts gegessen?

    So kannst Du agieren, statt nur auf Süßhunger zu reagieren. Stelle fest, wann der Süßhunger auftritt, und vermeide durch diese Erkenntnis von Anfang an die unbändige Lust auf Süßes.

    Viel Freude und Mut beim Testen der einfachen, aber effektvollen Tipps und Tricks.

    Was den Schweinehund bei der Umsetzung zurückhält: das Vorhaben auf einen Zeitraum zu begrenzen. Das toleriert er und Du kommst Deinem Ziel erfolgreich näher.

    Eine zufriedene Weihnachtszeit voller bewusster Genussmomente wünscht Euch Eure Maria!

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